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Ich habe keine Angst


„Ich habe keine Angst“ wird häufig als der italienische Film „Stand by me“ beschrieben und kann wie dieser Film die Denkweise und das Leben von heranwachsenden Kindern gut beschreiben. Der Film beginnt, als der neunjährige Michele nach dem Spielen mit seinen Freunden, einen kleinen Jungen entdeckt, welcher in einem tiefen Brunnen gefangen gehalten wird. Dieser ist bereits ausgehungert und denkt, dass er gestorben sei und ein Schutzengel zu ihm spricht. Da Filippo bereits lange Zeit in der Dunkelheit und Isolation verbrachte, bereitet ihm das Öffnen der Augen starke Schmerzen, was seinen subjektiven Tod noch unterstreicht. Anstatt seinen Eltern von dem Fund zu erzählen, beschließt Michele, ihm zu helfen und bringt ihm regelmäßig Brot und Wasser. Warum der Junge dort unten gefangen gehalten wird, ist jedoch unbekannt. Michele bemerkt jedoch, dass seine Eltern sich merkwürdig verhalten und sehr nervös und gereizt wirken. Nur seine geliebte Schwester scheint noch gewohnt zu handeln. Sein Vater ist beinahe den ganzen Tag außer Haus und es kommen vermehrt Besucher zu ihnen. So kommt es, dass der Junge sogar das Zimmer mit einem vermeintlichen, aggressiven Freund seines Vaters teilen muss. Währenddessen verstärkt sich der Kontakt zu Filippo und Michele versucht, ihn langsam zu überzeugen, dass er und seine Familie noch am Leben sind und er befreit werden muss. Dabei gefährdet der Junge jedoch auch seine eigene Sicherheit, da er keine Spuren hinterlassen darf und die Gefahr besteht, dass Filippos Peiniger zurückkehrt.

Ich habe keine Angst folgt keiner klaren Struktur, sondern ist in mehreren Tagen unterteilt, welche von dem naiven, unbeschwerten Alltag der Jugendlichen, bis zu dem Fund des verwahrlosten Jungen, dem Befreiungsversuch erzählt und dabei auch die Situation der Erwachsenen und dem kleinen Dorf beleuchtet. Es existieren kaum Arbeitsplätze, die finanziellen Mittel werden zunehmend erschöpft und den Kindern wird bereits nahegelegt, dass sie ihre Heimat in den nächsten Jahren verlassen müssen, um sich eine positive Existenz sichern zu können. So versuchen die Eltern des Dorfes eine Lösung für diese Problematik zu finden, nur wie sie diese umsetzen, ist fragwürdig. Doch nicht nur die Charaktere wirken interessant und glaubhaft, sondern auch die Bildsprache des Filmes wirkt wunderschön und symbolisch. Goldene Weizenfelder, durch welche der Wind weht, der Kontrast von Filippos Dunkelheit und seinen ersten Versuchen, die Augen zu öffnen, oder die liebevolle Beziehung zwischen Michele und seiner kleinen Schwester. Die Grundthematik ist dabei ernst, wird jedoch durch den Einblick und die Denkweise der Jugendlichen aufgelockert. Besonders der Kontrast zwischen den beiden Kindern kann überzeugen. Während Filippo fragil, blass und unschuldig wirkt, stellt für Michele der Fund des Jungen, zumindest am Anfang, ein Abenteuer dar und er fragt sich, warum er wohl dort unten eingesperrt wurde. Doch die Wahrheit ist düsterer, als er denkt.

9/10
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