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Subway



Subway ist ein sehr ungewöhnlicher Film von Luc Besson (Leon der Profi, Im Rausch der Tiefe) und bietet neben der zweckmäßigen Handlung, eine große Anzahl an skurrilen und exzentrischen Figuren, welche neben der gelungenen Atmosphäre auch der einzige Grund sind, weshalb der Film noch sehenswert ist. Die Handlung ist relativ schnell erzählt. Ein Freigeist und Punk namens Fred (Christopher Lambert) entwendet auf einer Geburtstagsfeier ein wertvolles Dokument aus einem Tresor und flüchtet in den Untergrund der Pariser Metro. Während der Bestohlene kompromisslos vorgeht und mehrere Auftragsmörder auf Fred ansetzt, versucht die Frau des vermögenden Mannes (Isabelle Adjani - Bartholomäusnacht) Fred noch vor den Mördern zu finden. Um welche Dokumente es sich genau handelt, erfährt der Zuseher nicht und es spielt für die Handlung auch keine Rolle. Fakt ist, dass der Flüchtige im Austausch eine große Summe Bargeld verlangt. Im Untergrund des U-Bahn-Systems trifft Fred auf die skurrilsten Randgruppen. Ausgestoßene, welche irgendwie ihr Leben meistern möchten und diese Glücksritter sind nicht selten sympathischer, als die sogenannte zivilisierte Gesellschaft. Ein Blumenverkäufer, welcher über die Menschen in dieser Untergrundgesellschaft bescheid weiß und eine Vielzahl an Informationen besitzt, ein Dieb auf Rollschuhen (Nikita), welcher unachtsame Personen bestiehlt, ein muskulöser Mann, der im Untergrund trainiert und Jean Reno als Schlagzeugspieler sind nur eine kleine Auswahl der exzentrischen Bevölkerung, welche im Laufe der Handlung sogar eine Band gründen. Héléna ist hingegen dem Leben in einem goldenen Käfig, dem Reichtum und der Gewaltbereitschaft ihres Mannes überdrüssig und ist innerlich zerrissen, ob sie Fred helfen soll, da sie sich etwas zu ihm hingezogen fühlt, während Fred bereits seit Beginn der Handlung in sie verliebt ist.

Gleichzeitig suchen einige inkompetente Ermittler nach Fred und dem Dieb auf Rollschuhen, welche sich jedoch eher gegenseitig behindern, als erfolgreich zu ermitteln. Die Handlung von "Subway" ist einfach gehalten und der Film lebt ausschließlich von der eigenwilligen Atmosphäre und Charakterdarstellung. Einen Film wie "Leon der Profi" oder "Im Rausch der Tiefe" sollte der Zuseher definitiv nicht erwarten, doch ist Subway ein unterhaltsamer Film, ohne großen Spannungsbogen und einem ungewöhnlichen Christopher Lambert. Das Ende des Films scheint vielen Menschen zu missfallen, doch muss ein Film nicht unbedingt abgeschlossen sein. Ich persönlich empfand das Konzert am Ende von Subway als unfreiwillig lächerlich und kontraproduktiv, da die Liebhaber von klassischer Musik, welche Brahms erwartet hätten, selbstverständlich alt, intelligent und bieder dargestellt werden, welche bei schneller und rasanter Musik aufstehen, zu klatschen beginnen und übertrieben agieren. Eine einzige Ansammlung von Klischees und im Grunde kontraproduktiv zu der vorherigen Inszenierung, welche die andere Seite der Gesellschaft wertfrei beleuchtet hat. Trotzdem bleibt der Film sehenswert. Vielleicht nicht der beste Film von Luc Besson, aber definitiv besser als die Machwerke, die nach "Das fünfte Element" folgten.

Regie/Drehbuch/Produktion: Luc Besson
Drehbuch: Luc Besson, Pierre Jolivet, Alain Le Henry, Marc Perrier, Sophie Schmit
Musik: Éric Serra, Rickie Lee Jones
Kamera: Carlo Varini
Erscheinungsjahr: 1985
Laufzeit: 98 Minuten

Christopher Lambert: Fred
Isabelle Adjani: Héléna

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