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Auf der Flucht


Auf der Flucht ist nicht nur ein äußerst spannender Film, welcher eine beachtliche Charaktertiefe bietet, sondern stellt meines Erachtens den besten Film mit Harrison Ford, neben Blade Runner und Frantic dar. Auch Tommy Lee Jones als gnadenloser und erfahrener Marshal Gerard überzeugt mit einem beeindruckenden, authentischen Schauspiel. Dr. Richard Kimble, ein angesehener Arzt, soll wegen dem Mord an seiner Frau hingerichtet werden, beteuert jedoch bis zuletzt seine Unschuld. Seiner Schilderung, dass ein einarmiger Mann seine Frau ermordet haben soll und dass er sogar mit diesem gekämpft hat, schenken die Ermittler und schließlich auch das Gericht keinen Glauben. Zusätzlich scheinen die Beweismittel und Indizien erdrückend. Während der Überfahrt zu seiner Hinrichtung, gelingt Kimble die Flucht, als mehrere Gefangene einen notdürftigen Ausbruch organisieren. Aus Sicht der Polizei bestätigt das Fluchtverhalten nur Kimbles Schuld, jedoch übernimmt der erfahrene Deputy Marshal Gerard (Tommy Lee Jones) den Fall und macht sich auf die Suche nach dem Flüchtigen. Während Dr. Richard Kimble verzweifelt nach dem wahren Mörder seiner Frau und den genauen Beweggründen für diese Tat sucht, kommen Marshal Gerard zunehmend Zweifel an Kimbles Schuld, doch seine Ergreifung besitzt oberste Priorität. Während Kimbles Flucht treffen beide Männer mehrmals aufeinander, und besonders eine Verfolgung durch die Abwasserkanäle, und die Konfrontation an einem Staudamm stellt eine der beeindruckensten Szenen in "Auf der Flucht" dar, welche in die Filmgeschichte einging und auch häufig parodiert wurde. Dem Arzt gelingt es jedoch immer wieder zu entkommen, gibt sich zum Beispiel als Hausmeister eines Krankenhauses aus, um an Patientenakten über Amputationen und angefertigte Prothesen zu gelangen oder muss an den unmöglichsten Orten Zuflucht suchen. Aber mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.

Auch der Zuseher kann sich hervorragend in die Situation des Protagonisten hineinversetzen und empfindet sofort Empathie. Kimbles Frau wurde ermordet, er entflieht seiner Hinrichtung, befindet sich seit Tagen auf der Flucht und versucht verzweifelt, den wahren Täter ausfindig zu machen, was durch die Ermittler zunehmend erschwert wird und ihn psychisch unter Druck setzt. Marshal Gerard sind die Beweggründe von Kimble anscheinend egal. Ein Mörder befindet sich auf der Flucht, wurde rechtskräftig verurteilt und seine Aufgabe ist es, ihn ausfindig zu machen und zu inhaftieren, weshalb er auch sehr direkt und kühl gegen Kimble vorgeht. Unter seiner harten Schale, stellt er jedoch durchaus seine eigenen Theorien auf und zweifelt zunehmend an der Schuld des Arztes. Auf diese Weise gelingt es dem Film, eine grandiose Spannung zu erzeugen, welche nach 130 Minuten  in einem grandiosen Finale gipfelt. Mit "Auf der Jagd" erschien eine Fortsetzung, welche nicht annähernd an den Vorgänger heranreicht und es ist schade, dass Tommy Lee Jones erneut Marshal Gerard verkörpert, da seine schauspielerische Leistung nicht die gleiche Qualität von "Auf der Flucht" aufweist und die Fortsetzung absolut unnötig war. Aber solche Sequels sind leider ein fester Bestandteil im Leben von Filmfans geworden, da sich am Ende doch nur alles um Profit dreht und wenn ein Film erfolgreich ist, kann schließlich noch mehr Geld verdient werden.

Regie: Andrew Davis
Drehbuch: David Twohy
Produktion: Arnold Kopelson
Musik: James Newton Howard
Kamera: Michael Chapman
Erscheinungsjahr: 1993
Länge: 130 Minuten

Harrison Ford: Dr. Richard Kimble
Tommy Lee Jones: Deputy Marshal Samuel Gerard
Sela Ward: Helen Kimble
Jeroen Krabbé: Dr. Charles Nichols

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