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Laura



Bei Laura handelt es sich um einen intelligenten, atmosphärischen Kriminalfilm, welcher den Zuseher nicht nur bis zum Ende fesselt, sondern ihn auch nachdenken und interpretieren lässt. Die Handlung beginnt mit dem Mord an der erfolgreichen Geschäftsfrau Laura Hunt, welche tot in ihrer Wohnung aufgefunden wird. Durch die Tatwaffe, eine großkalibrige Flinte, ist ihr Gesicht bis zur Unkenntlichkeit entstellt und der unterkühlte Ermittler McPherson fragt sich, wer zu einer solchen Tat fähig sein könnte. An Verdächtigen mangelt es wahrlich nicht. Radiokolumnist Waldo Lydecker (Clifton Webb) fällt nicht nur durch sein arrogantes, überhebliches Verhalten negativ auf, sondern hatte eine enge Bindung zu Laura, welche ihm ihre Karriere verdankte. Geld, Einfluss, Prestige und eine tiefe Zuneigung zu der Ermordeten wirken durchaus belastend. Ein weiterer Verdächtiger stellt Lauras zukünftiger Ehemann, Shelby Carpenter dar. Ein zwielichtiger Mensch, welcher sein Geld in kürzester Zeit verprasst und stets auf die Hilfe und finanzielle Mittel von anderen Menschen angewiesen ist. Lauras Entscheidung zu einer Heirat, bleibt bis zu ihrem Tod offen. Gleichzeitig ist ein hübsches Model in ihn verliebt und auch Lauras Tante fühlt sich zu ihm hingezogen. McPherson besitzt nun viele Verdächtige, aber nur vage Informationen. Gab es einen Streit zwischen Laura und Lydecker oder wollte eine der Frauen Carpenter für sich? Vielleicht hat sich Laura auch gegen eine Eheschließung entschieden und Carpenter wollte sich an ihr rächen. Während der Ermittler alle Informationen zusammenfügt, übt ein Portrait von Laura eine unheimliche Faszination auf ihn aus, was McPherson durchaus wundert, da er sich mit solchen Gefühlen stets bedeckt hält. Was in dieser verhängnisvollen Nacht tatsächlich vorgefallen ist, ist unbekannt. Otto Premingers Meisterwerk überzeugt besonders durch die intelligenten und hervorragend gestalteten Charaktere, welche alle Geheimnisse besitzen und den Tathergang aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten lassen.


Laura übt eine unheimliche Faszination auf die Menschen in ihrer Umgebung aus, sei es tot oder lebendig. Atmosphärische Stilmittel, wie häufig eingesetzter Regen, dunkle Räume und Lauras hübsche Wohnung, wirken sich äußerst positiv auf den Gesamteindruck aus. Wie bereits erwähnt, ermöglicht es "Laura", den Zuseher ebenfalls ermitteln zu lassen. Er ist kein bloßer Beobachter oder lässt sich berieseln, sondern stellt schon bald seine eigenen Theorien auf, da im Grunde alle Charaktere verdächtig sind und bis zum spannenden Ende authentisch wirken. Es handelt sich um keinen seichten Kriminalfilm, bei welchem der Mörder auf einem Silbertablett präsentiert wird und jeder Reiz und Anflug von Intelligenz im Keim erstickt wird. Laura überrascht mit detaillierten Figuren und vielen Wendungen und besonders erwähnenswert sind die schauspielerischen Leistungen von Clifton Webb als hochintelligenten, jedoch arroganten Waldo Lydecker und Vincent Price als naiven, wandlungsfähigen Taugenichts. McPherson mag zu Beginn etwas unsympatisch erscheinen, doch weiß sein unterkühltes, selbstsicheres Verhalten schon bald zu überzeugen. Spätestens, als auch er Lauras Anziehungskraft verfällt und sich alle Indizien zu einem Ganzen fügen. Trotz dem Erscheinungsjahr von 1944, hat dieser Film nichts an seiner Faszination verloren und kann auch heute noch überzeugen. Wer einen interessanten, spannenden Kriminalfilm sehen und auf hohem Niveau unterhalten werden möchte, sollte sich Laura definitiv ansehen.

Regie: Otto Preminger
Drehbuch: Jay Dratler, Samuel Hoffenstein, Elizabeth Reinhardt
Produktion: Otto Preminger
Musik: David Raksin
Kamera: Joseph LaShelle
Schnitt: Louis R. Loeffler
Erscheinungsjahr: 1944
Laufzeit: 84 Minuten

Gene Tierney: Laura Hunt
Dana Andrews: Det. Lt. Mark McPherson
Clifton Webb: Waldo Lydecker
Vincent Price: Shelby Carpenter
Judith Anderson: Mrs. Ann Treadwell
Dorothy Adams: Bessie Clary

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