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Der kleine Lord


Der kleine Lord zählt neben "Prinzessin Sara" und "Der geheime Garten" zu Frances Hodgson Burnetts berühmtesten Werken und beleuchtet den Wandel eines kleinen Jungen, welcher noch nichts von seiner späteren Verantwortung und seinem Adelstitel weiß. Cedric Errol lebt nach dem Tod seines Vaters alleine mit seiner Mutter in gewöhnlichen Verhältnissen in Amerika. Er begegnet Menschen freundlich, offen und versucht seine Mutter nach dem schweren Verlust zu trösten. Da Cedric die meiste Zeit mit Erwachsenen verbringt, wirkt er bereits sehr intelligent und etwas altklug, was ihn bei den Menschen jedoch umso beliebter macht. Auch sein hübsches Äußeres, seine blonden Haare und braunen Augen tragen zu seiner Beliebheit bei. Ein Verkäufer mit Abneigung gegen die Monarchie von England und ein Junge, welcher seinen Lebensunterhalt als Schuhputzer verdient, sind seine besten Freunde. Als eines Tages ein Anwalt bei seiner Mutter vorspricht, ahnt Cedric noch nicht, wie sehr sich sein bisheriges Leben verändern soll. Nach dem Tod seiner beiden Onkel wäre eigentlich sein Vater der Alleinerbe eines großen Vermögens gewesen, doch da Cedrics Vater ebenfalls starb, soll nun der Junge Alleinerbe eines großen Vermögens und allen Ländereien werden, sobald sein Großvater, der Earl of Dorincourt stirbt. Der neue Lord Fauntleroy soll umgehend nach England reisen und seinen Großvater kennenlernen. Der derzeitige Earl ist jedoch bei der Bevölkerung sehr unbeliebt, regelrecht verhasst. Er ist arrogant, egoistisch und konnte nicht einmal seinen eigenen Kindern Liebe entgegenbringen. Seinen einzigen noch lebenden Sohn entsandte er nach Amerika nur um ihn nach der Heirat mit einer Amerikanerin, bis zu seinem Tod zu verstoßen, da er allen Amerikanern und besonders Cedrics Mutter, welcher er die Schuld am Tod seines Sohnes gibt, abgeneigt ist. Aus diesem Grund darf Miss. Errol auch nicht bei ihrem Sohn leben, sondern wohnt in einem Anwesen in der nähe des Schlosses.

Der Junge darf seine Mutter durchaus besuchen, nur möchte der Earl nie in Kontakt zu ihr treten. Der Earl hegt weder Erwartungen noch Hoffnungen an das Balg, Hauptsache ein Erbe ist vorhanden, auch wenn es sich nur um einen unintelligenten Amerikaner handeln soll. Ironischerweise hält ihn Cedric bereits vor der Abreise für einen großzügigen Mann, da der Großvater dem Rechtsanwalt eine große Summe überließ, mit welchem er dem Kind alles kaufen soll, solange es nicht in Amerika bleiben möchte. Cedric setzt dieses Geld jedoch für wohltätige Zwecke ein und hilft seinen Freunden. Als sich Großvater und Enkel tatsächlich treffen, ist der Earl positiv überrascht. Der Junge geht ohne Furcht auf ihn zu, erzählt ihm aus seinem bisherigen Leben und hält ihn tatsächlich für einen wohltätigen, freundlichen Mann. Vermutlich als Einziger im ganzen Land. Auch sein Äußeres ist sehr angenehm. Für den Earl zählte bisher immer nur Geld, Macht und Autorität. Selbst die Armenviertel waren ihm egal, wenn die Menschen an Hunger und Krankheit sterben, sind wenigstens wieder ein paar Häuser frei. Je mehr Zeit der Earl jedoch mit seinem Enkel verbringt, desto mehr Menschlichkeit scheint in ihn zurückzukehren. Er überlässt Cedric wichtige Pachtentscheidungen, wissend, dass der Junge sich nur für eine positive Lösung entscheidet, schenkt ihm Spielzeug und lässt ihn sogar mit einem eigenen Pony reiten. Das großzügige Verhalten und der Einfluss des Enkels auf den Earl of Dorincourt spricht sich schnell in der Bevölkerung herum und der Junge wird von allen geehrt. Nur die Abgeschiedenheit seiner Mutter bereitet Cedric Kummer. Alles scheint sich zum Guten zu wenden, doch erscheint ein möglicher Anwärter für das Erbe und Cedrics Großvater droht nach all diesen schönen Veränderungen zusammenzubrechen, da sie nichtig zu sein scheinen. Der kleine Lord ist ein sehr wärmendes, ruhiges Buch mit äusserst sympathischen Figuren und einer angenehmen Atmosphäre. Auch für Erwachsene zu empfehlen.

9/10

1 Kommentar:

  1. Eine der tollsten Geschichten, die ich kenne. Es erinnert mich an die Geschichten von Charles Dickens und ich freue mich jedes Jahr an Weihnachten darauf den Film anzusehen.
    LG
    D.

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