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Wolfsblut

Wolfsblut zählt zu den bekanntesten Büchern von Jack London und erzählt vom Leben eines Wolfhundes, welcher zwischen Freiheit und Domeszierung gefangen ist. Die Geschichte beginnt mit der Geburt eines jungen Wolfs, dessen Mutter ein unter Wölfen lebender Wildhund darstellt. Von diesem Aspekt aus betrachtet, besitzt er die Wildheit eines Wolfs und den kräftigen Knochenbau eines Hundes und beginnt die für ihn fremde Welt zu erkunden. Seine Geschwister starben bereits nach kurzer Zeit an Hunger und Schwäche und auch er realisiert bald, dass die Wildnis nur auf Stärke basiert. Der Starke frisst den Schwachen und nur Vorsicht und Intelligenz ermöglicht Leben. Leider geraten der Junge und seine Mutter in Gefangenschaft von Indianern, welche zuvor seine Mutter auswilderten. So wird das Jungtier wider Willen von seinem neuen Herrn "Grauer Bieber" domesziert und erhält den Namen Weißzahn. Er begreift schnell, dass diese "Götter" bedeutend stärker sind und vermeintlich leblose Gegenstände für ihre Zwecke verwenden. Bei falschen Handlungen, wird Weißzahn geschlagen und einmal, als er nach dem Fuß seines Besitzers schnappt, beinahe todgeprügelt. Weißzahn arbeitet als Schlittenhund und muss sich gleichzeitg gegen die Wildhunde beweisen, welche ihm sehr zusetzen. Dadurch wird er jedoch bedeutend stärker und gewinnt schnell die Oberhand. Doch das Schicksal stellt Weißzahn vor eine schwere Probe und er wird einem neuem Gott, einem Weißgott verkauft, welcher ihn auf brutale, arrogante Weise misshandelt und zu Schaukämpfen zwingt. Die zahlreichen Konfrantationen gegen de Hunde im Indianerlager und seine Erfahrungen in der Wildnis haben ihn jedoch zu einem bestialischen Kämpfer geformt und Weißzahn zerfetzt binnen Sekunden die Kehlen seiner Feinde.

Das Leben ist brutal, grausam und kalt. Doch soll sich langsam ein Mensch nähern, welcher sein Leben endlich zum Positiven verändert und sich um ihn sorgt, ihm eine neue Familie bietet. Aber bis dahin ist es noch ein langer Weg. Jack London versteht es hervorragend, die positiven und negativen Aspekte des Lebens wertfrei und intensiv nahezubringen. Die Wildnis bietet Freiheit, dafür ist jeder Tag ein Kampf ums Überleben. Während die einen Menschen brutal und grausam sind, sorgt sich ein späterer Herr liebevoll um ihn und Weißzahn lernt die verschiedenen Situationen des Lebens kennen. Während die eine Hand schlägt und ihm Schmerzen bereitet, gibt die andere ihm wiederum Fleisch und streichelt ihn. Dieses Unverständnis wird in zahlreichen Situationen nahegebracht. Ist ein Tier domesziert, tauscht es jedoch seine Freiheit gegen Essen und einen sicheren zu Hause ein. Da die Handlung aus der Sicht eines Wolfs erzählt wird, konzentriert sich Jack London auf die für Tiere unbekannten Eindrücke. Hände können grausam, jedoch auch liebevoll sein. Manche Tiere dürfen getötet und gefressen werden, andere nicht. Jedes Verhalten der Menschen scheint zu Beginn fremd und unwirklich, muss erst gelernt und verstanden werden. Liebe und Zuneigung sind ihm gänzlich unbekannt und nur ein vergessenes Gefühl, welches er bei seiner Mutter verspürte. Ob Weißzahn tatsächlich positive Erfahrungen sammelt oder erneut von Menschen enttäuscht und misshandelt wird, wird sich zeigen. Kenner der Filme werden beim Lesen feststellen, dass diese nur wenig bis gar nichts mit der Originalhandlung gemein haben. An dieser Stelle sei auch der Manga "Der Wanderer im Eis" von Jiro Taniguchi sehr zu empfehlen, welcher die ersten Kapitel mit zwei Männern und einem Sargtransport visualisierte und sich in einem ganzen Kapitel nur Jack London und seiner Begegnung mit einem sterbenden Ureinwohner und dem Geist der Natur, einem Weißen Elch, erzählt. Der Schreibstil von Jack London ist einmalig und der Leser möchte immer wissen, wie sich die Handlung entwickelt, wodurch Stunden zu Minuten werden.

10/10

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