Da jeder Nachbar den anderen als Dieb bezeichnet, erhalten Francis und Jenny auch keine Heiratsbewilligung, was zu jener Zeit noch essentiell für die Eheschließung war. Auch Jennys Schwester und Brautjungfer, die kleine Loo, ist aufgebracht und wünscht sich wie alle Familienangehörigen, dass der Meteor einfach ins Meer stürzt. Der ungeheure Wert des Meteors wäre jedoch auch für die Finanzwelt fatal, da eine Inflation folgen würde. Selbst im unwahrscheinlichen Fall, dass das Gold intelligent aufgeteilt werden würde, würden die meisten Menschen ihr Vermögen sofort verprassen, andere Menschen würden sich trotzdem profilieren und auch die Kriminalität würde steigen. Die Medien provozieren die Männer zusätzlich und der Wettstreit um den Besitzanspruch teilt auch die Bürger in zwei Gruppen. Sollte der Meteor im Ausland abstürzen, was würde dann mit den beiden Entdecker geschehen? Wann der Meteor fällt, wo er landet, wer ihn als sein Eigentum bezeichnen darf und ob die Verliebten doch noch heiraten dürfen, bleibt bis um Ende spannend. Wie bereits in seinen anderen Werken versteht es Jules Verne, innerhalb kürzester Zeit, eine interessante, spannende Handlung zu erzählen und sympathische Figuren zu erschaffen. Besonders die beiden Verlobten, die aufgeweckte Loo und die bestimmende Haushälterin von Francis Onkel wissen zu gefallen. Gelegentlich verfolgt die Handlung auch ein anderes Liebespaar, welche jedoch sehr unschlüssig sind. Die Wissenschaft und besonders die Sozialkritik, Gier und Blendung der Menschen wurde ebenfalls sehr gut insziniert und auch aus heutiger Sicht, würde sich die Gesellschaft nicht anders verhalten. Somit ist der Roman zeitlos und wird an seiner Faszination nichs verlieren. Der einzige negative Aspekt ist, dass sich Jules Verne gegen Ende zu sehr auf die geographischen Inhalte konzentriert und die jeweilige Beschaffenheit eines Landes über mehrere Seiten beleuchtet, ohne die Handlung selbst weiterzuerzählen.
9/10
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